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Smashing Meets Talk „Meets Sustainability", 24. Juni 2026
Gestern war ich beim Talk zu Sustainablity aka Nachhaltigkeit bei Smashingmeets dabei.
Trotz Hitze bleib der Kopf in den 2,5 Stunden kühl – da die drei Speaker interessante Themen und Einblicke boten. Kurzweilig und informativ. Mehrwert für die eigene Arbeit.
Wichtigste Erkenntnis: Um das Thema auch nachhaltig bei Unternehmen und als ein Teil des Selbstverständnis zu verankern, sind Analogien hilfreich. Aus der analogen Welt.
Als Beispiel nannte Ines Akrap die Konzeption des Fehmarn-Tunnels ( -> https://femern.com/de ) mit allen Herausforderungen, Dänemark mit Deutschland effizienter und mit kürzeren Wegen zu verbinden. Und anhand dieses Beispiels zeigte sie die Analogien zur Nachhaltigkeit im Web(design) auf.
Die drei Talks
1. Chris Adams – „Carbon.txt – The 'View Source' for Digital Sustainability"
Chris Adams (Director of Technology & Policy, Green Web Foundation) stellte das Projekt **carbon.txt** vor – eine Konvention ähnlich wie `robots.txt`, mit der sich Nachhaltigkeitsdaten einer Domain standardisiert auffindbar machen lassen. Er erklärte die rechtlichen Entwicklungen, die zur Entstehung des Projekts führten, das wachsende Tool-Ökosystem rundherum und Beispiele aus Open-Source-Projekten, um die Umweltauswirkungen digitaler Dienste konkret greifbar zu machen.
2. Ines Akrap – „The Sustainable Web, Engineered"
Ines Akrap (Google Developer Expert für Web Performance, Co-Chair der W3C Sustainable Web Interest Group) vertrat die Kernthese: Nachhaltiges Frontend-Engineering ist nichts grundlegend Neues – es ist das, was gute Ingenieurskunst schon immer ausgemacht hat, nur fehlte bisher das Wort dafür. Sie zeigte den Zusammenhang zwischen Performance- und Nachhaltigkeitsfragen auf ("Wie schwer ist das? Wer hat das wirklich gebraucht? Was kostet es jemanden mit langsamer Verbindung?").
3. Tom Greenwood – „One Small Step for Web Kind"
Tom Greenwood (Mitbegründer von Wholegrain Digital, Erfinder des ersten Website-Carbon-Rechners) griff die häufige Frage auf: "Macht das überhaupt etwas aus? Kann ich wirklich etwas bewirken?" Er teilte seine Erfahrungen dazu, wie man trotz des Gefühls der Kleinheit gegenüber globalen Herausforderungen und Big-Tech-Konzernen täglich einen sinnvollen Unterschied machen kann. (Schmunzeln musste ich, da ich sein Buch vor Jahren bei A Book Apart gekauft und gelesen habe – ergo bin ich schon länger im Thema).
Kurz zusammengefasst
Der gemeinsame Faden aller drei Talks: Digitale Nachhaltigkeit ist kein Nischenthema mehr, sondern direkt mit Performance, Code-Qualität und Transparenz (Stichwort carbon.txt) verknüpft – und jede:r Einzelne kann durch bewusste technische Entscheidungen etwas bewirken, auch wenn man sich gegenüber großen Playern klein fühlt.
Fazit: Immer wieder an relevanten Themen dran bleiben. Zuhören und mitmachen. Und es als einen Bestandteil meiner Arbeit für meine Kunden zu sehen.
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